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Das lteste ahd. Sprachdenkmal ist das Glossar von Keron, das um 750 (770) von dem Mnch Keron in Sant-Gallen zusammengestellt war. Das Glossar ist ein Wrterverzeichnis mit bersetzung und Erklrungen. Es ist alemannisch verfat.

Die Mittelhochdeutsche Periode umfat den Zeitraum von 1050 bis um 135 Sie fllt mit der Epoche des vollentwickelten Feudalismus in Deutschland zusammen. Diese Epoche ist durch einen bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung, durch die Entwicklung von Geldwirtschaft, Handel und Gewerbe, durch das Wachstum der Stdte gekennzeichnet. Es ist die Bltezeit des deutschen Rittertums, die Epoche der italienischen Feldzge der deutschen Kaiser, die Epoche der Kreuzzge nach Palstina, und die Epoche der deutschen Expansion nach Osten. Es entwickelt sich in dieser Zeit eine neue weltliche ritterliche Kultur, die ihren Ausdruck auch in der reichen Entfaltung der ritterlichen Dichtung findet.

Von der sprachlichen Teilung, die sich nach der Aufspaltung des frnkischen Groreichs vollzogen hatte, gibt eine Vorstellung das Schriftdenkmal "Die Straburger Eide". Dieses Dokument entstand 84 Es enthlt den Text des Eides Karls des Kahlen und Ludwig des Deutschen und ihrer Heere, womit sie ihre Bundesgenossenschaft im Kampf gegen Lothar beschwren muten. Wie alle Dokumente jener Zeit wurde er in lateinischer Sprache abgefat. Damit aber beide Heere den Eid verstehen konnten, wurde er auch in zwei heimische Sprachen bertragen : in rmisch (d.h. altfranzsisch) und in rheinfrnkisch (eine ahd. Mundart).

Die altgermanische epische Dichtung ist uns nur in einem Fragment aus dem "Hildebrandslied" (um 780) berliefert. Dieses einzige epische Denkmal entstand vermutlich im VII Jh. und wurde fast zwei Jahrhunderte spter im Kloster Fulda aufgezeichnet. Es berichtet ber den Kampf des Vaters Hildebrand und seines Sohns Hadubrand, der den Vater nicht erkennt und ihn fr einen lustigen Hunnen hlt. Das Ende des Streites ist nicht berliefert. Das Gedicht ist in alliterierendem Vers gedichtet.

Der Zusammenschlu der Franken, Alemannen, Bayern, Thringer und Sachsen im frnkischen Groreich legte den Grundstein zu ihtem Zusammenwachsen zu einer Nationalitt. Doch konnte dieser Proze im Rahmen des Frankenreiches nicht abgeschlossen werden. Das Frankenreich war ein mehrsprachiger, ethnisch bunter, lockerer Staat, der keine einheitliche konomische Basis besa und schwach zentralisiert war.

Der aus dem Osrfrnkischen Reich hervorgegangene deutsche Staat wurde im Jahrhundert vorwiegend Teutonia, "das Teutonische Reich" genannt. In vielen lateinischen Quellen finden sich in derselben Bedeutung auch die Bezeichnungen Germania, Germani, germanikus. Das Wort "deutsch" tritt zuerst 786 in lateinischer Form "theodiscus als Bezeichnung der Sprache auf. Belegt ist um 800 auch der Ausdruck Teudisca lingua. Es heit zuerst" vlksmige Sprache "vom got piuda, ahd. diot" Volk "und bezeichnet eine beliebige germanische Sprache gegenber dem Latein. Im Frankenreich bekommt es dann die eigentliche Bedeutung" deutsche ", wobei die zwei heimischen Sprachen des Reiches als Teudiska und Romana lingua einander gegenbergestellt werden;" deutsch "wird also zum Synonym von teutonicus"Teutonisch". Um 1000 trifft man schon im deutschen Text die Bezeichnungen diutiskiu liute und diutisciu lant, woraus im XV-XVI Jahrhundert die Zusammensetzung Teutschland, Deutschland.

Oberdeutsch sprach man im Sden des Landes, Mitteldeutsch im zentralen Teil, aber im Norden sprach man Niederdeutsch, das sich von dem Hochdeutschen durch das Fehlen der zweiten hochdeutschen Lautverschiebung unterscheidet. Die niederdeutschen Territorialdialekte schlieen Niederfrnkisch und Niederschsisch ein.

"Tatian" ist die bersetzung (aus dem Lateinischen in das Osrfrnkische) der "Evangelienharmonie" (Bibeltext) des christlichen Schriftstellers Tatian aus Syrien (Jh.). Diese bersetzung wurde in Fulda um 830 angefertigt. Das ist eines der bedeutenden ahd. Sprachdenkmler.

Im Ahd. unterscheidet man zwei Gruppen von Territorialdialekten : Mitteldeutsch und Oberdeutsch. Die Grenzen der ahd. Territorialdialekte wurden von den Herzogtmern bestimmt, die gegen Ende IX. Jahrhunderts und zu Beginn X. Jahrhunderts im Ostfrankenreich entstanden waren und im Deutschen Reich fortbestanden.